Kurzbeitrag – Übersicht, wird in einer eigenen Session vertieft.
Was ist es
Die absichtliche Gestaltung von Produkten mit begrenzter Lebensdauer, um Ersatzkäufe zu erzwingen – etwa durch verklebte statt austauschbare Akkus, künstlich limitierte Software-Updates, oder Bauteile, die kurz nach Ablauf der Garantie ausfallen. Der Begriff wird oft auf die „Phoebus-Kartell“-Absprache von Glühbirnenherstellern in den 1920er Jahren zurückgeführt, die die Lebensdauer von Glühbirnen gezielt auf 1000 Stunden begrenzten.
Bezug zu „was Führt“
Ein Geschäftsmodell, das Ressourcenverschwendung und Konsumzwang systematisch einplant, statt Produkte im Sinne der Nutzer und der Umwelt langlebig zu gestalten – im Widerspruch zum Manifest-Grundsatz „Wohlstand ist Mittel, niemals Zweck“.
Vertiefungshinweis
Noch zu klären: wie stark sich absichtliche von wirtschaftlich bedingter (bloß in Kauf genommener) Kurzlebigkeit tatsächlich unterscheiden lässt, aktuelle Regulierungsansätze (EU-Recht auf Reparatur, Akku-Austauschbarkeit), Branchenunterschiede (Elektronik vs. Textil vs. Haushaltsgeräte).
