Kurzbeitrag – Übersicht, wird in einer eigenen Session vertieft.
Was ist es
Eine esoterische Strömung, die auf die Lehren von Martinez de Pasqually und vor allem Louis-Claude de Saint-Martin (18. Jh.) zurückgeht. 1891 von Papus (Gérard Encausse) als Ordre Martiniste organisatorisch neu gegründet. Zentrales Thema ist die „Réintégration“ – der Weg des Menschen zurück zu seinem ursprünglichen, göttlichen Zustand durch inneres spirituelles Wirken statt äußeres Ritual.
Bezug zu „was Trägt“
Der Gedanke eines inneren Reifungsweges, der nicht auf äußere Anerkennung zielt, berührt sich mit der stoischen Idee der Unabhängigkeit von äußeren Umständen.
Vertiefungshinweis
Noch zu klären: heutige organisatorische Zersplitterung in mehrere Zweige (u.a. ein von AMORC verwalteter „Traditioneller Martinisten-Orden“), Unterschied zwischen ursprünglicher Lehre Saint-Martins und späterer ritueller Ausgestaltung, Verhältnis zu anderen französischen Geheimgesellschaften der Zeit.
