Kurzbeitrag – Übersicht, wird in einer eigenen Session vertieft.
Was ist es
Eine chinesische Philosophie, die vor allem auf das Tao Te Ching (zugeschrieben Laozi, ca. 6. Jh. v. Chr.) zurückgeht. Zentrales Prinzip ist das Tao („der Weg“) – eine Ordnung, der man sich durch Wu Wei (Nicht-Erzwingen, müheloses Handeln im Einklang mit dem natürlichen Lauf der Dinge) anpasst, statt sie durch Kontrolle oder starre Regeln zu beherrschen. Bescheidenheit, Einfachheit und Misstrauen gegenüber festen Lehrsätzen sind zentrale Werte.
Bezug zu „was Trägt“
Das Misstrauen gegenüber starren Lehrsätzen und Dogmen berührt sich mit dem Manifest-Grundsatz „Wahrheit ist höher als Ideologie“ – Führung und Macht werden im Taoismus zudem eher als Zurückhaltung denn als Durchsetzung verstanden, was sich mit „Führung bedeutet Dienst“ trifft.
Vertiefungshinweis
Noch zu klären: Unterschied zwischen philosophischem Taoismus (Laozi, Zhuangzi) und späterem religiösem Taoismus mit Ritualen und Gottheiten, Verhältnis zu den unter „Spirituelle Systeme“ gelisteten praktischen Übungen (Qigong, Wu-Wei-Praxis).
