Interessenparallelität

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Kurzbeitrag – Übersicht, wird zu einem späteren Zeitpunkt vertieft.

Was ist es

Ein Erklärungsmodell für gesellschaftliche Dynamiken, das ohne eine zentrale, abgesprochene Verschwörung auskommt: Verschiedene Akteure (Unternehmen, Politiker, Medien, Vermögende) verfolgen jeweils ihre eigenen, oft ganz legitimen Interessen. Überschneiden sich diese Interessen häufig genug in dieselbe Richtung, entsteht eine Dynamik, die wie gezielte Steuerung wirkt, ohne dass es eine ist.

Bezug zu „was Führt“

Die entscheidende Frage ist nicht „Wer hat sich verschworen?“, sondern „Wem nützt diese Entwicklung?“ – ein analytisches Werkzeug, das in Politikwissenschaft und Wirtschaft verbreitet genutzt wird, ohne auf unbelegbare Behauptungen einer zentralen Steuerungsinstanz angewiesen zu sein.

Vertiefungshinweis

Nicht zu verwechseln mit dem englischsprachigen Fachbegriff „Interest Convergence“ (Derrick Bell, Critical Race Theory), der etwas anderes beschreibt – nämlich dass Fortschritte für benachteiligte Gruppen vor allem dann erreicht werden, wenn sie mit Mehrheitsinteressen zusammenfallen. Noch zu klären: konkrete historische Fallbeispiele, an denen sich Interessenparallelität von echter Absprache unterscheiden lässt, Grenzen des Modells (wann wird aus Parallelität doch Koordination?).